Jahresdienstbesprechung 2026 Löschgruppe Kallenhardt

Das Jahr 2025 war für die Löschgruppe Kallenhardt ein intensives und arbeitsreiches Jahr. Neben einer Vielzahl an Einsätzen im Bereich des Brandschutzes, der technischen Hilfeleistung sowie bei Brandmeldeanlagen und überörtlichen Unterstützungen lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Aus- und Fortbildung sowie auf der aktiven Mitwirkung im Dorf- und Feuerwehrleben.

Ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Löschgruppe war die personelle Entwicklung. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung konnten die Kameraden Groß-Bölting und Pinkawa in die Einsatzabteilung übernommen werden. Sie verstärken seitdem die Einsatzbereitschaft der Löschgruppe und tragen zur Sicherstellung des Brandschutzes in Kallenhardt bei.

Auch die weiterführende Ausbildung nahm im Jahr 2025 einen breiten Raum ein. Jens Rösner absolvierte erfolgreich den Lehrgang ABC 1 sowie den weiterführenden F2-Lehrgang, Markus Krisch bestand den praktischen Teil des ABC-1-Lehrgangs. Diese Qualifikationen sind insbesondere im Hinblick auf Einsätze mit Gefahrstoffen von großer Bedeutung.

Darüber hinaus nahmen mehrere Kameraden an spezialisierten Fortbildungen teil. Stefan Zeppenfeld besuchte unter anderem die Seminare „Ausbilder für die Grundausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr“, „Verunfallte und brennende Elektrofahrzeuge“ sowie eine Führungskräftefortbildung zum Thema „Brand im Gebäude“. Gemeinsam mit Dominik Müller nahm er zudem am Seminar „Einsatznachbesprechung“ am Institut der Feuerwehr Münster teil. Dominik Müller absolvierte außerdem am Institut der Feuerwehr Düren eine Fortbildung zur „Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk“. An der Führungskräftefortbildung beteiligte sich ebenfalls Matthias Aust. Ergänzt wurde die Ausbildung durch einen intensiven Übungstag am Institut der Feuerwehr Münster, an dem unter anderem die Kameraden Knepper, Krisch, Müller und Rebbert teilnahmen.

Weiterhin wurden Phil Wilken zum Oberfeuerwehrmann sowie Tobias Krisch und Felix Reher zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Auch konnte sich die Löschgruppe Kallenhardt 2025 wieder erfolgreich bei Leistungsnachweisen beweisen. Für die Teilnahme wurden entsprechend neue Leistungsabzeichen verliehen. Fabian Groß-Bölting erhielt das Abzeichen in Bronze, Felix Reher das Abzeichen in Gold und Christoph Tenk das Abzeichen Gold auf grünem Grund für die zwanzigste Teilnahme.

Im Einsatzgeschehen prägten mehrere größere Lagen das Jahr. Besonders hervorzuheben sind ein Waldbrand am Campingplatz Kallenhardt, ein Großbrand einer Lagerhalle im Gewerbegebiet Hankerfeld sowie eine umfangreiche Personensuche im Waldgebiet zwischen Rüthen und Warstein. Zusätzlich war die Löschgruppe Kallenhardt im Sommer zeitweise in die Alarm- und Ausrückordnung der Stadt Warstein eingebunden und unterstützte dort den Grundschutz.

Auch der vorbeugende Brandschutz spielte eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit dem Löschzug Rüthen wurde ein neu errichtetes Gebäude am Eulenspiegel begangen, um sich frühzeitig mit den örtlichen Gegebenheiten und der installierten Brandmeldeanlage vertraut zu machen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr und der Gesamtwehr der Stadt Rüthen. Übungen, der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr sowie gemeinsame Ausbildungs- und Übungstermine trugen zur Nachwuchsförderung und zur Stärkung der Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr bei.

Neben dem Einsatz- und Übungsdienst war die Löschgruppe Kallenhardt auch im gesellschaftlichen Leben des Ortes präsent. Dazu gehörten Brandwachen, Veranstaltungsabsicherungen, die Teilnahme an Jubiläen befreundeter Löschgruppen sowie verschiedene gemeindliche Termine. Zudem übernahm die Löschgruppe im Jahr 2025 letztmalig die Verteilung der gelben Säcke im gesamten Ortsgebiet – eine Aufgabe, die über viele Jahre hinweg zur Ortskenntnis und zur Präsenz im Dorf beigetragen hat.

Insgesamt blickt die Löschgruppe Kallenhardt auf ein Jahr zurück, das von hohem Engagement, intensiver Ausbildung und gelebter Kameradschaft geprägt war. Mit diesem Einsatz leistete sie auch 2025 einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie zum Zusammenhalt innerhalb der Stadt Rüthen.

Besuch im ENERCON Trainingscenter Lichtenau

Besuch im ENERCON Trainingscenter Lichtenau

Die Löschgruppen Drewer und Menzel besuchten während eines gemeinsamen Dienstabends das Enercon Trainingscenter in Lichtenau. Auch wenn Feuerwehreinsätze an Windenergieanlagen aufgrund der hohen technischen und personellen Standards grundsätzlich eine Seltenheit darstellen, so befinden sich im Einsatzbereich beider Löschgruppen vermehrt Windenergieanlagen. Einsätze an Windenergieanlagen ergeben sich vorwiegend, wenn ein Arbeitsunfall während der Wartung durch Service-Techniker stattfindet. Brandeinsätze stellen dabei entgegen der landläufigen Meinung einen medienwirksamen Einzelfall dar. Für den Einsatzfall konnten durch die Einsatzkräfte wertvolle Informationen gewonnen werden. So bekamen die Kameraden ein Gefühl für die Platzverhältnisse innerhalb der Gondel, aber auch wie die sogenannte Turmbefahranlage funktioniert und wie lange überhaupt eine Auf- oder Abfahrt dauert, sodass im Einsatzfall Einsatzmaßnahmen entsprechend geplant werden können. Nach ca. 2 Stunden konnte so nach einem gelungenen Dienstabend die Heimfahrt angetreten werden. Besonderer Dank gilt einem Kameraden der Löschgruppe Drewer, der aufgrund seiner Anstellung und Fachkenntnisse den Dienstabend organisiert und durchgeführt hat. 

Neue Tore am Feuerwehrhaus Rüthen

Der gewohnte Anblick am Feuerwehrhaus Rüthen hat sich in den letzten Tagen etwas verändert. Die bisherigen roten Tore in der Fahrzeughalle wurden durch neue anthrazit farbige Tore ersetzt. Der Einbau dieser neuen Tore erfolgte durch eine Fachfirma aus Paderborn, und sind mit dem aktuellen Stand (Lichtschranken in den Toren, Ampel in der Fahrzeughalle) der Technik versehen.  Um die Einsatzfähigkeit weiter zu gewährleisten wurde das ein oder andere Einsatzfahrzeug tagsüber auf dem Hof geparkt. Das bis jetzt noch rote Element zwischen den Toren soll bei passender Witterung zu den neuen Toren angeglichen werden.   

Jugendfeuerwehr Berufsfeuerwehrtag 2025

Am Sonntag den 12.10.25 um 16.00Uhr endete der diesjährige Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Rüthen. Für die vergangenen 24 Stunden wurde das Feuerwehrhaus am Gartenweg in Rüthen das Zuhause der Nachwuchsbrandschützer. Dieser Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr ist jedes Jahr ein besonderer Höhepunkt im Dienstplan des Jahres. In diesem 24 Stunden Dienst standen Teamarbeit, die Kommunikation unter den Nachwuchsbrandschützern und das richtige Vorgehen bei Einsätzen im Fokus. Abwechslungsreiche realitätsnahe Einsatzübungen von Ölspuren, Wasserrettung, Brandeinsätzen und technischer Hilfeleistungen erwarteten die Jugendlichen in den Stunden. Aber zwischen den "Einsätzen" blieb auch Zeit für Spielaktionen und gemeinsame Mahlzeiten, die wiederum den Zusammenhalt der Gruppe fördern. Wie bei einem 24 Stunden Dienst bei der Berufsfeuerwehr wurde auch die Nacht zusammen im Feuerwehrhaus am Gartenweg in Rüthen verbracht.  

Neue Drehleitermaschinisten

Eine spezielle Ausbildung erhielten in den vergangenen Wochen Kameraden des Löschzuges Rüthen und des Löschzuges Belecke. Sie wurden von den Lehrgangsleitern Christian Büenfeld und Markus Kleine und Ihrem Team zu Drehleitermaschinisten ausgebildet. Neben theoretischen Themen wie Taktik, Fahrzeugkunde und Betrieb in Notsituationen standen praktische Übungen mit auf dem Dienstplan. So wurden bei diesen praktischen Übungen Objekte in den jeweiligen Stadtgebieten angefahren, um dort die Aufstellung und Handhabung der Drehleiter zu erlernen.

Vergangenen Samstag endete der Lehrgang mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung, welche von den Teilnehmern erfolgreich gelöst wurde. Wir wünschen den neuen Drehleitermaschinisten jederzeit eine gute und unfallfreie Fahrt.

Teilnehmer Feuerwehr Warstein: Daniel Becker und Karl Werner Thiel

Teilnehmer Feuerwehr Rüthen: Max Kellermann und Frederik Diemel

Erfolgreiche Zugübung

Der Löschzug 2 (Drewer, Menzel, Oestereiden) führte eine Zugübung im Gewerbegebiet Lindenthal durch. Unterstützung gab es dabei von der Drehleiter samt Besatzung des Löschzuges 1 (Rüthen), die ja ohnehin bei Gebäudebränden stadtweit zum Einsatz kommt. Angenommen war der Brand in einer Lagerhalle, welche Teil eines größeren Gebäudekomplexes ist. Hierbei wurde eine Person innerhalb der Brandhalle vermisst. Weiterhin befanden sich 2 Personen im Obergeschoss eines angrenzenden Bürotraktes und konnten diesen aufgrund einer Verletzung nicht verlassen. Zusätzlich war ein Staplerfahrer in einem nicht vom Brand betroffenen Bereich bei der Flucht vor dem Feuer vom Gabelstapler gestürzt und wurde durch diesen eingeklemmt. 

So galt es für die Einsatzkräfte mehrere herausfordernde Aufgaben zu lösen. Die Person in der brennenden Lagerhalle wurde durch einen Innenangriff von mehreren Atemschutztrupps gerettet. Parallel dazu wurden die verletzten Personen mittels der Drehleiter und einer Schleifkorbtrage gerettet. Zur Rettung der eingeklemmten Person unter dem Stapler wurde dieser gegen Abrutschen und Wegrollen gesichert und mittels technischen Rettungsgerätes (Spreizer) angehoben, sodass nach 45 Minuten die Übung erfolgreich beendet und nachbesprochen werden konnte.

Auch wenn das Szenario nicht im Ganzen einer typischen realistischen Einsatzsituation entspricht, so wurde es bewusst gewählt um die Besonderheiten bei Brandeinsätzen in Gewerbe- bzw. Industriebetrieben zu schulen. Diese Einsätze zeichnen sich beispielsweise dadurch aus, dass die Objekte weitläufiger sind oder andere Zugangsmöglichkeiten und Brandlasten aufweisen. Andererseits wird die Feuerwehr durch vorbeugende Brandschutzmaßnahmen (z.B. Brandwände, Trennwände, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen,  Feuerwehrpläne) unterstützt, die es in die Einsatztaktik einzubinden gilt. 

Hinweis: Die rote Einsatzbekleidung ist für die Innenbrandbekämpfung nicht geeignet wurde aber im Übungsrahmen aufgrund der hohen Temperaturen verwendet, um die Belastung der Einsatzkräfte zu verringern.