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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 01/01/1970 - 00:00 Uhr

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Freiwilligen Feuerwehr Stadt Rüthen

 

 

                    Kaminbrand, was nun??

 Die kalte Jahreszeit hat begonnen und draußen fallen die Temperaturen immer weiter. Was gibt es da Schöneres als einen gemütlichen Abend am Kamin zu verbringen? Kamine oder Öfen sorgen für eine angenehme und wohlige Wärme während der Herbst- und Wintermonate. Jedoch müssen Feuerwehren zu dieser Zeit immer wieder zu Kamin- oder Schornsteinbränden ausrücken. Hier gibt es nun einige Informationen rund um das Thema Kaminbrand.  

Was ist ein Kaminbrand und wie entsteht er?

Bei einem Kaminbrand brennt, entgegen dem Namen, nicht der Kamin selbst, sondern es brennen Rußablagerungen an den Innenwänden. Ein Kamin ist grundsätzlich aus feuerfesten Materialen ausgeführt und kann daher nicht brennen. Die Rußablagerungen entstehen durch unvollständig verbrannte Rückstände der verwendeten Brennstoffe. Der abgelagerte Ruß entzündet sich dann, indem dieser mit einer Zündquelle in Kontakt kommt. Dies können Funken oder Flammen sein, welche in den Kaminabzug schlagen.

Wie erkenne ich einen Kaminbrand?

Ein Kaminbrand lässt sich möglicherweise an starkem Funkenflug oder an einem Flammenaustritt aus dem Schornstein erkennen. Manchmal sind auch keine Flammen zu erkennen. Es kann auch pulsierend schwarzer Rauch aus dem Schornstein austreten. Ungewöhnlich hohe Temperaturen an den Schornsteinwänden deuten ebenfalls auf einen unkontrollierten Brand hin. Wenn Sie bei sich einen Kaminbrand vermuten, zögern Sie bitte nicht und rufen sofort die Feuerwehr!

Welche Gefahren gibt es bei einem Kaminbrand?

Die beiden großen Gefahren bei einem Kaminbrand sind die Brandausbreitung und die entstehenden Atemgifte. Auf dem Dach können durch Funkenflug und offene Flammen am Kaminaustritt Dachbereiche oder umliegende bauliche Strukturen in Brand geraten. Des Weiteren kann sich die Kaminwand so stark aufheizen, dass sich an der Innenwand im Wohnraum befindliche Möbelstücke oder beispielsweise Wanddekorationen entzünden. Durch die Rußablagerungen kann sich der Kaminquerschnitt so verengen, dass der Rauch nicht abziehen kann. Dadurch können die Atemgifte in den Wohnraum zurückgedrückt werden. In sehr extremen Fällen ist durch die hohe Temperatur die Standfestigkeit des Kamins gefährdet.

 Wie löscht die Feuerwehr einen Kaminbrand?

Die Feuerwehr erkundet bei einem Kaminbrand zuerst den Verlauf des Kamins und die möglichen Gefahren. In aller Regel wird der Kaminbrand dadurch gelöscht, dass der Kamin durch die Zusammenarbeit von zwei Trupps gekehrt wird. Ein Trupp positioniert sich am oberen Schornsteinende und reinigt den Kamin mittels eines speziellen Kaminkehrsatzes. Mit dem Kaminkehrwerkzeug werden die brennenden Rußrückstände von der Schornsteinwand abgeschlagen und von dem zweiten Trupp an der unteren Öffnung aufgefangen und anschließend abgelöscht. In seltenen Fällen kann auch der Einsatz eines Pulverlöschers erfolgen. Die Feuerwehr setzt bei einem Kaminbrand kein Wasser ein, da dieses im Kamin aufgrund der hohen Temperaturen explosionsartig verdampft und durch diese schlagartige Volumenausdehnung der Kamin stark beschädigt werden kann. Neben dem eigentlichen Löschen des Brandes wird der zuständige Bezirksschornsteinfeger zur Kontrolle hinzugezogen. Ebenfalls versucht die Feuerwehr eine Brandausbreitung auf andere Gebäude oder Gebäudeteile zu verhindern.

 

  Wie beuge ich einen Kaminbrand vor?

Diese einfachen Punkte helfen Ihnen dabei, einem Kaminbrand vorzubeugen:

  • Einhaltung der Kehrpflicht
  • Regelmäßige Reinigung und Wartung
  • Verwendung von trockenem Holz
  • Keine Verbrennung von Müll oder lackiertem Holz

   Quelle: Text Jonas Trost

             Fotos: Feuerwehr Rüthen