Jahresdienstbesprechung Gesamtwehr 2026

Rüthen – Langenstraße. Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft, soziale Verantwortung – für die Kameraden der Rüthener Feuerwehr gelebter Alltag. Die eingespielte Dynamik von Beruf, Familie, Freizeit und Ehrenamt sichert schnelles Handeln, wenn der Melder piepst. So funktioniert Feuerwehr! Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rüthen können sich glücklich schätzen, so engagierte Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr zu wissen, das wurde jetzt im Rahmen der Jahresdienstbesprechung der Gesamtwehr in der Schützenhalle Langenstraße vor über 200 Teilnehmern mehr als deutlich.

 „Kind in Notlage – Wohnungsbrand - Vollbrand Industriebetrieb – Vermisste Person im Wald – eingeklemmte Person - Waldbrand – Straße überflutet – Tierrettung – ABC Einsatz auf der A44. Dies sind nur einige der Notrufe und Schlagzeilen im Jahr 2025, die deutlich machen, dass die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rüthen eine unverzichtbare Säule im System der ersten Hilfe und der Gefahrenabwehr ist.

Philipp Büngeler, Leiter der Rüthener Gesamtwehr, begrüßte die  Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr, der Kinderfeuerwehr, der Alters- und Ehrenabteilung, Kreisbrandmeister Thomas Wienecke, Bürgermeister Peter Weiken, Andreas Rüther vom Ordnungsamt und  die Sprecher der im Rat  vertretenen Fraktionen begrüßen.

Stefan Rüther (CDU), Annette Herbst-Köller (BG), Johannes Erling (SPD) und Ricarda Kroll (FDP) sparten in ihren Grußworten allesamt nicht mit Lob, größtem Respekt, Dank und Anerkennung für die große Einsatzbereitschaft und sagten auch weiterhin ihre volle Unterstützung zu. „Ihr seid ein unverzichtbarer Teil unserer Gemeinschaft“, so der übereinstimmende Tenor.

„168 Einsätze (2024: 138) hatten wir im letzten Jahr zu absolvieren“ so Stadtbrandinspektor Dirk Schrewe. Davon 58 Brandeinsätze (2024: 43) und 60 technische Hilfeleistungen (2024:76). Bei 13 Verkehrsunfällen und 18 Wasser- und Sturmschäden sowie 11 Menschen in Notlagen wurden die Kameraden der Feuerwehr alarmiert. Auch zum Waldbrand am Möhnesee und zum Brand am Zementwerk in Erwitte wurden die Rüthener alarmiert. Die Drehleiter wurde von den Warsteiner Kameraden zweimal angefordert.

„Während einer privaten Veranstaltung in einer Kellergaststätte in der Hachtorstraße wurde durch Anwesende Pyrotechnik gezündet. Bei unserem Eintreffen um 00:28 Uhr war die Gaststätte geräumt und alle Personen befanden sich auf der Straße. Einige klagten über Kratzen im Hals. Wir unterstützten den Rettungsdienst und belüfteten die Räumlichkeiten. An diesem Beispiel kann man sehen, wie gefährlich Bengalos und Pyrotechnik sein kann“, so Schrewe.

Hinzu kommen Brandsicherheitswachen und Brandschutzerziehungen. Gemeinsam mit Warstein wurden zahlreiche Aus- und Fortbildungslehrgänge durchgeführt. Zudem wurden bei den Leistungsnachweisen (88 aktive Teilnehmer) in Bad Sassendorf und Anröchte 21 Schiedsrichter gestellt.

Die Bergstadt Feuerwehr in Zahlen:

259 aktive Einsatzkräfte, davon 108 im Atemschutz einsatzfähig

46 Jugendliche in der  Jugendfeuerwehr

20 Kinder in der Kinderfeuerwehr

63 Kameraden in der Ehrenabteilung

Wehrleiter Büngeler bedankte sich bei Bürgermeister Weiken und dem städtischen Bauhof bei der großartigen Unterstützung bei der Organisation des Pfingstzeltlagers in Oestereiden bis hin zur reibungslosen Evakuierung wegen  des Unwetters. „Weil wir einen guten Plan hatten, lief das reibungslos, so Büngeler. Weiter gab er einen Überblick über geplante Fahrzeugbeschaffungen und die Optimierung der persönlichen Ausstattung. „Wie wichtig unsere neuen Tragkraftspritzen sind, haben wir beim Waldbrand in Kallenhardt gemerkt“, so der Wehrleiter.

Führungswechsel bei der Jugendfeuerwehr: Michael Schroer und Annkathrin Seidel übergaben die Leitung der Jugendfeuerwehr verbunden mit einem Riesenapplaus für die tolle Arbeit an Martin Hustermeier und Annika Bokelmann. Büngeler bedankte sich bei den beiden für die sehr gute Zusammenarbeit: „Ihr beide habt einen ein ganzes Jahrzehnt einen guten Job gemacht“. Neben einer Vielzahl von den Übungsabenden alle 14 Tage stand auch Spiel und Spaß im Vordergrund. „Auch der Bau von 18 Nistkästen hat den Jugendlichen Freude bereitet “ so Schroer.

Auch Laura Lennert und Sophia Dittmann, Leiterinnen der Kinderfeuerwehr ließen in ihren Beiträgen die tollen Aktionen der Kinderfeuerwehr Revue passieren. Ob Hydranten Rallye, Müll sammeln oder Verkehrserziehung, die Kinder sind begeistert bei der Sache.

Kreisbrandmeister Thomas Wienecke zeigte sich voll des Lobes: „Eure Abenteuer sind nicht nur physischer Natur, sondern auch prägend für den Charakter“ rief er den Einsatzkräften zu. Das letzte Jahr habe gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit über Ortsgrenzen bei der Gefahrenabwehr ist. Zu den Stromausfällen in Berlin und bei uns im Kreisgebiet bemerkte Wienecke, dass die Menschen ausreichende Informationen vorher und in der Einsatzlage haben wollen. “Solche Einsatzlagen müssen wir noch besser und detaillierter planen“, so der Kreisbrandmeister. Als Dank für die stets gute Zusammenarbeit  überreichte Büngeler dem Kreisbrandmeister, der Ende des Jahres den Staffelstab an seinen Nachfolger übergibt, einen Helm mit den 200 Unterschriften der Rüthener Kameraden. Sichtlich bewegt und berührt nahm Wienecke diesen Helm unter lang anhaltendem Beifall der Kameraden entgegen mit den Worten: „Es war mir eine große Ehre“. 

Bürgermeister Peter Weiken nutzte die Gelegenheit, um den Kameraden im Namen der gesamten Rüthener Bürgerschaft zu danken. „Die Feuerwehr Rüthen ist eine schlagkräftige Truppe. Wir von Rat und Verwaltung würdigen eure Arbeit in großem Maße. Auch ging er auf die vielen Investitionen ein, die allesamt vom Rat einstimmig auf den Weg gebracht wurden. „Das ist das, was uns in Rüthen auszeichnet. Ihr habt alle die gleiche DNA, eure Arbeit ist geprägt von Hilfsbereitschaft und sich für andere einzusetzen“, rief er den Kameraden zu.

Musikalisch umrahmt wurde die Dienstbesprechung vom Musikverein Kneblinghausen.

Zahlreiche Beförderungen wurden bei der Jahresdienstbesprechung ausgesprochen:

  • Zum Unterbrandmeister befördert wurden: Josefin Gerwin, Oestereiden, Hagen Durchardt, Meiste/Kneb, Jens Rösener, Kallenhardt, Manuel Höttecke, Rüthen und Felix Weber, Meiste/Kneblinghausen
  • Zum Brandmeister befördert wurden Fabian Austermeier, Oestereiden und Christoph Tillmanns, Meiste-Kneblinghausen ,
  • Zum Oberbrandmeister befördert wurden Matthias Nussbaum, Drewer und Christopher Sellerberg, Rüthen
  • Zum Hauptbrandmeister befördert wurden Franz-Josef Kleine, Rüthen und Gereon Kaup, Oestereiden
  • Zum Brandinspektor befördert wurde Marco Schlüter, Meiste/Kneblinghausen
  • Zum Brandoberinspektor befördert wurde Dennis Dusny, Menzel
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  • Für 35 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr wurden Andreas Schrewe, Rüthen, Christof Herbst, Rüthen, Christian Hanemann, Oestereiden, Thorsten Rose, Oestereiden, und Stefan Zeppenfeld, Kallenhardt mit dem Feuerwehr Ehrenzeichen in Gold am Bande geehrt.
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  • Verabschiedet in die Alters- und Ehrenabteilung wurden Josef Eickhoff, Rüthen, Jürgen Lips, Rüthen, Wilfried Bitter, Rüthen und Josef Sellerberg, Rüthen

 

Der Stadtfeuerwehrverband unterstützt die Löschgruppen durch Spenden und aus Fördertöpfen

In der vorgeschalteten Versammlung des Stadtfeuerwehrverbandes gab Vorsitzender Karl-Heinz Meyer einen informativen Überblick über die Förderprogramme und die geförderten Projekte. „ Auch die komplette Abrechnung des Pfingstzeltlagers wurde über den Stadtfeuerwehrverband abgewickelt“ so Meyer. Kassierer Matthias Herting legte das Zahlenwerk offen. Für den turnusmäßig ausgeschiedenen Kassenprüfer Florian Pieper wurde Joachim Lütticke gewählt, der mit Jan Frederick Diemel künftig die Kasse prüft.

Foto: Der Stadtfeuerwehrverband Rüthen unterstützt die Kameradinnen und Kameraden der Rüthener Feuerwehr aus zahlreichen Fördertöpfen und Spendengeldern.

 

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