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Freiwillige Feuerwehr Rüthen
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Freiwilligen Feuerwehr Stadt Rüthen

 

 

                  Erste Hilfe

 

Ein Motorrad liegt auf der Straße, einige Meter entfernt ein regloser Körper. Der verunglückte Biker braucht schnell Hilfe, das ist klar. Doch im eigenen Kopf überschlagen sich die Fragen: Was mach ich als erstes? Den Puls messen, Hilfe holen? Und wenn er nicht mehr atmet?

 

Bei Vielen liegt der Erste-Hilfe-Kurs bereits mehr als zehn Jahre zurück. Daher haben viele im Ernstfall Angst etwas falsch zu machen.

Es gibt beim Retten nur wirklich einen ernsthaften Fehler: „nichts tun“.

 

  1. Wer etwas falsch macht, macht sich strafbar.

Falsch. Wer nach bestem Wissen hilft, muss keine rechtlichen Konsequenzen befürchten. Ganz im Gegenteil: unterlassene Hilfeleistung kann im Nachhinein mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden.

Allein das verständigen des Rettungsdienstes ist schon eine große Hilfe. Besteht bei dem Betroffenen eine lebensbedrohliche Verletzung, erhöht jede Hilfe die Überlebenswahrscheinlichkeit.

 

  1. Beim Unfall zu Erst Erste Hilfe leisten.

Falsch. Selbstschutz hat höchste Priorität. Handeln Sie nach dem Merksatz: Schützen-Melden-Helfen. Deshalb gilt als erstes die Unfallstelle ab zu sichern            (Warnweste ,Warnblinker, Warndreieck). Der zweite Schritt ist nun: Notruf absetzen. Dieses ist gesetzlich verpflichtend. Europaweit gilt die Notrufnummer: 112.

Beantworten Sie die 5 W-Fragen:

Wo ist es passiert?

Was ist passiert?

Wieviele Personen sind betroffen?

Welche Verletzungen gibt es?

Wer meldet den Unfall?

Und anschließend besonders wichtig: Auf Rückfragen warten!!!

Erst danach sollten Sie mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen beginnen. Auch seelischer Beistand hilft: Unfallbeteiligte stehen oftmals unter Schock und sollten beobachtet und beruhigt werden.  

 

  1. Ohne Mund-zu-Mund-Beatmung keine Wiederbelebung.

Falsch. Das wichtigste ist die Herz-Druck-Massage. Der Druck hält die Blutzirkulation und damit die Versorgung aller lebenswichtigen Organe aufrecht. Nach spätestens 3 Minuten muss eine Beatmung durchgeführt werden, um das Blut mit neuem Sauerstoff anzureichern. Auch bei dieser Maßnahme gilt: Keine Angst vor Fehlern!

Jede Massage ist besser als gar keine. Als Druckpunkt reicht die ungefähre Mitte des Brustkorbs. Auch wenn hierbei Rippen brechen sollten, werden innere Organe nicht verletzt. Es ist besonders wichtig das die Herzmassage ohne Unterbrechung durchgeführt werden muss. Wenn möglich wechseln Sie sich mit anderen Helfern hierbei ab. Regelmäßig ca. 100-120 mal pro Minute kräftig auf den Brustkorb drücken.

 

 

  1. Unfallopfer immer in die stabile Seitenlage bringen.

Auch falsch. Die stabile Seitenlage ist nur dann hilfreich, wenn der Verletzte bewusstlos ist, aber noch normal atmet. Das wichtigste bei der Seitenlage ist: Der Kopf muss überstreckt sein und der Mund muss der tiefste Punkt am Körper sein.      (keine komplizierte Anleitung) So bleiben die Atemwege frei und Blut oder Erbrochenes kann ablaufen.

Weiterhin gilt es aber den Verletzten zu beobachten und vor allem die Atmung weiter zu kontrollieren.

 

  1. Motorradfahrern niemals den Helm abnehmen.

Stimmt nicht. Wenn der Motorradfahrer nicht ansprechbar ist, muss der Helm abgenommen werden. Diese Behauptung hält sich sehr hartnäckig. Dabei ist die Gefahr größer, im Helm an Erbrochenem zu ersticken, als durch das Abnehmen eine Lähmung zu erleiden.“
Am besten entfernt man den Helm zu zweit. Alleine ist es schwieriger, aber dennoch richtig. Man sollte so gut es geht darauf achten das der Kopf nicht zur Seite fällt.

Ein Tipp um sich am Unfallort sicher zu fühlen und richtig helfen zu können:

Regelmäßig sein Wissen bei lebensrettenden Maßnahmen auf zu frischen und alle 2 Jahre an einem Erste-Hilfe-Kurs teil zu nehmen.